Die Mutter legt immer wieder neue Hürden auf
Die „Focus TV“-Reportage „Der fremde Papa“ (SAT1) berichtet am Montag, 19. Juli, ab 23 Uhr über die Schwierigkeiten von drei sorgerechtslosen Vätern, in Deutschland Zugang zu ihren Kindern zu finden. Sie fühlen sich wie Väter zweiter Klasse: entsorgt, abgeschoben und machtlos. Denn wenn die Mutter nicht will, haben Väter ohne Trauschein in Deutschland keine Chance auf das gemeinsame Sorgerecht. Selbst regelmäßige Treffen mit dem eigenen Nachwuchs sind für ledige Väter keine Selbstverständlichkeit.
Einer der drei bei ihrem Kampf begleiteten Väter ist Mike Heese. Am 3. Juli 2006 stellte der Wettenberger einen Eilantrag auf Umgang mit seinem bislang einzigen, damals zwei Jahre alten Sohn beim zuständigen Amtsgericht Frankfurt am Main. Weiter kam er nicht. Bis heute sei es dem 41-jährigen Bankkaufmann nicht gelungen, seinen Sohn „offiziell“ sehen zu dürfen. „Die Mutter legt immer wieder neue Hürden auf“, sagt er. Denn der seit über einem Jahr mit seiner Mutter in München lebende Erstklässler habe bis vor wenigen Tagen noch nicht einmal gewusst, dass der Krofdorfer sein Vater ist. Die allein sorgeberechtigte Mutter habe dem Kind ihren damaligen, neuen Lebensgefährten als Vater „verkauft“, obgleich der Mittelhesse den Jungen von der Geburt bis zum Februar 2006 noch regelmäßig habe besuchen dürfen. Teilnahmen an Elternabenden im Kindergarten seien ihm zuvor bereits strikt untersagt worden.
Als dieser jedoch bei der damals noch in Frankfurt lebenden, berufstätigen Kindesmutter darum bat, die kurzen Besuchszeiten zu etwas umfangreicheren Umgangskontakten auszuweiten, habe diese sich prompt verweigert. „Ich wollte mit meinem Sohn an den Osterfeiertagen lediglich für wenige Stunden alleine spazieren gehen“, so Heese, der seit 2007 verheiratet ist und dessen Frau selbst zwei Jungen im ähnlichen Alter mit in die Ehe brachte.
In den mittlerweile fast 500 Seiten starken Gerichtsakten fänden sich keinerlei handfeste Argumente, warum sich die Kindesmutter verweigerte. „Irgendwann musste ich an die Öffentlichkeit gehen“, so der hilflose Vater, der die vom Jugendamt seit Jahren geforderte und von Gerichtsseite unlängst angeordnete tatsächliche Umsetzung der Aufklärung seines Sohnes Anfang Juli wohl auch dem öffentlichen Druck durch die Medien zu verdanken hat. Über das soziale Netzwerk „Wer kennt wen?“ sei es ihm gelungen, mit einer mittlerweile über 5400 Mitglieder starken Gruppe auf seine Situation, die keinen Einzelfall darstelle, aufmerksam zu machen und Kontakt zum Sender zu erhalten.
Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes vom Dezember 2009 soll nun die Position von ledigen Vätern stärken. Deutschland muss demzufolge an der Gesetzeslage nachbessern, damit Kinder größere Chancen haben, mit Kontakten zu Mutter und Vater aufzuwachsen. Dann möchte auch Mike Heese einen Antrag auf Übertragung der anteiligen Sorge stellen. Große Hoffnungen mache er sich dabei nicht.
Die Sendung im Internet: http://www.sat1.de/ratgeber_magazine/focus-tv-reportage/video/ganze-folgen/clip_sendung-vom-19-juli_27382/
youtube-Link: http://www.youtube.com/watch?v=1zmQhaEOjog



Kommentare
Verheiratete wie auch sogen. Trennungsväter haben bei streitigem Vortrag der Kindesmutter keine Chance sich zum Wohle des gemeinsamen Kindes an der Erziehung zu beteiligen.
Freu Dich - auch Du bist Deutschland!
Ibykus
Väterwiderstand.de
Sehr geehrte Redaktion, dies war eine sehr gute gelungene Sendung.
Seit einiger Zeit gibt es Gott sei Dank solche Sendungen, denn der Missbrauch der Gerichte und Jugendämter mit den Müttern ist noch viel mehr und erschreckender.
Was Sie da dokumentiert haben ist für Väter die kein Sorgerecht haben, jedoch die Väter die ein Sorgerecht haben, weil sie zB verheiratet sind/waren haben ähnliche Schicksale, denn ihnen wird staatlich bei unwilligen Müttern i.d.R. dann das Sorgerecht entzogen. Danach geht der Kampf weiter, wie von ihnen in der Sendung dargestellt.
Nicht umsonst wird daher von staatlich organisiertem Kinderklau gesprochen.
Ich bin auch so ein Vater, und derzeit im Prozess mein Sorgerecht zu verlieren, nur weil ich gleiche Rechte für mich und die Kindesmutter fordere, und vor allem das Recht des Kindes haben will, beide Eltern zu haben trotz einer Trennung der Eltern.
Auch ging ich vor 2 Monaten nachweislich wegen der 3 Jahre andauernden Stresssituation und dem Kampf um Gleichberechtigung für das Kind durch einen Herzinfarkt. Was soll dabei zum viel gerühmten "Wohl des Kindes" sein, der Tod des Vaters?
Auch dies würde es einmal Wert sein zu dokumentieren, denn der staatliche Vollzug spielt nur auf die Väter ab, um ihnen das Sorgerecht zu entziehen.
Mit freundlichen Grüßen
K.S.
Da bin ich anderer Meinung. Ich selbst habe das Sorgerecht meines Sohnes und wenn die KM das will werden mir nur Probleme auferlegt. Umgang boykottiert ohne das ich eine Möglichkeit bekomme dagegen vorzugehen.
Es besteht dringender Handlungsbedarf in der allgemeinen Familienrechtssprech ung und großer Aufklärungsbedarf der Öffentlichkeit unabhängig vom gesellschaftlichen Stand der Väter. Es geschieht Unrecht in Deutschland gegenüber Vätern die ihrer Sorgepflicht nachkommen wollen und von sorgeunfähigen MEIN-KIND Müttern daran gehindert werden ohne jede Möglichkeit der Handlung.
Was hilft es denn "NUR" den ledigen Väter das Sorgerecht zu erstreiten, und den verheirateten Väter, oder solche die durch eine gemeinsame Sorgerechtserklärung schon gegangen sind, dieses Recht nun wieder zu verlieren?
Ich als ehemalig verheirateter Vater sehe da keinen Unterschied zwischen den beiden Gruppen, beide Gruppen kämpfen um das Recht ihrer Kinder beide Eltern zu erleben und dass sich beide Elternteile gleichermaßen um das Kind kümmern dürfen, da es biologisch von denen abstammt. Man stellt sich selbst das bein, da zwischen den 2 Gruppen zu differenzieren, weil das eine wichtiger wäre als das andere. Es geht schon lange nicht mehr "nur" darum dem Vater das recht zu geben, sondern den Kindern das Recht zu geben und zu erhalten mit beiden Eltern gleichermaßen und gleichberechtigt mit beiden Elternteilen gleichen Kontakt zu haben. Das sind internationale Menschen- und Kinderrechte die der deutsche Staat massive auch in höchst gerichtlicher "Rechtssprechung" verletzt. Bestes Beispiel dafür ist die Story von Chris, wo es zehntausende unzählige andere Väter auch gibt, und die durch mich auch bald einen mehr haben werden, weil MAMA und vor allem das GERICHT es so will! Für wie blöd verkauft einem eigentlich die "Rechtssprechung"
Gruß.......Fiete
Aber dafür ist das ganze Ende des Beitrags drauf, das Sat 1 ( warum wohl? ) weggeschnitten hatte.
Gruß........Fiete
http://www.youtube.com/watch?v=1zmQhaEOjog
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